Drucken

Von Angststörungen spricht man, wenn: die Angst übermäßig stark, unrealistisch und überdauernd ist, sie zur Vermeidung der angstauslösenden Situationen und zu einem erheblichen Leiden und Beeinträchtigung der sozialen Funktionstüchtigkeit führt: „Wenn die Angst uns vorschreibt, wie wir zu leben haben“.

Die drei häufigsten Angststörungen sind Trennungsangststörungen, bis hin zur Verweigerung die Schule zu besuchen, generalisierte Angststörung, mit übertriebenen Sorgen bezüglich alltäglicher Ereignisse und spezifische Phobien, mit Angst vor eindeutig definierten, dabei ungefährlichen Situationen oder Objekten.

Die therapeutischen Maßnahmen beginnen mit der sorgfältigen Diagnostik: Interview von Eltern und Kind, Durchführung von psychologischen Tests und medizinischer Untersuchung. In der Behandlung wird mit dem Kind über ein gestuftes Vorgehen seine Belastungsfähigkeit aufgebaut, unter Einsatz von Belohnungssystemen, Selbstinstruktionen und praktischen Übungen. Weiterhin sind beratende Eltern- und Familiengespräche von wesentlicher Bedeutung. Auch können die Möglichkeiten und Nützlichkeit der medikamentösen Therapie berücksichtigt werden. Unbehandelt bleiben die Erkrankungen oft über Jahre bestehen.