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Beim Vorliegen einer Enuresis (Einnässen) verfügt ein Kind, das fünf Jahre oder älter ist, nicht über die vollständige Blasenkontrolle, ohne dass eine organische Erkrankung oder Fehlbildung als Ursache nachweisbar ist.

Es gibt verschiedene Formen der Enuresis, abhängig davon, ob das Kind nur nachts oder auch tagsüber einnässt. Daneben kann man die sog. primäre Enuresis (Es bestand keine längere Phase über drei Monate, während der das Kind trocken war.) von der sekundären Enuresis (Das Kind war bereits eine längere Phase trocken, nässt aber wieder ein.) abgrenzen.

Insgesamt ist es für das betroffene Kind und seine Familie wichtig, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, um eine Chronifizierung und deren Folgen zu vermeiden.

In der ambulanten Sprechstunde unserer Institutsambulanz der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie kommen neben umfangreicher Diagnostik, psychotherapeutischer Unterstützung und Entlastung vor allem aufeinander aufbauende verhaltenstherapeutische Möglichkeiten wie das Blasentraining, das Führen von Verstärkerplänen und ggf. auch der Einsatz der sog. Klingelhose zur Anwendung.

Blieben ambulante Behandlungsversuche ohne Erfolg oder bestehen weitere psychische Belastungen, besteht auch die Möglichkeit einer Aufnahme auf eine der Stationen der Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik.