Unter einer Tic-Störung ist eine motorische Bewegung oder eine Lautproduktion zu verstehen, die plötzlich auftritt und keinem erkennbaren Zweck dient. Die motorische Bewegung bzw. die Lautproduktion ist dabei als unwillkürlich, rasch, wiederkehrend und nicht-rhythmisch definiert. Es gibt verschiedene Formen der Tic-Störung, die von einfachen motorischen Tics (z.B. Blinzeln) oder einfachen vokalen Tics (z.B. Räuspern) bis zu komplexen Varianten reichen und vorübergehend oder chronisch auftreten können. Eine besondere komplexe Form ist das Gilles de la Tourette-Syndrom, bei dem es ich um eine Kombination von motorischen und verbalen Tics handelt.

Insgesamt ist es für das betroffene Kind und seine Familie wichtig, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. In der ambulanten Sprechstunde in unserer Institutsambulanz bieten wir zum einen über einzeltherapeutische Angebote und Elterngespräche Entlastung und Unterstützung für das betroffene Kind und seine Familie an. Zum anderen konzentrieren wir uns auf die konkrete Behandlung der Tic-Störung, die in der Regel einer Kombination mehrer verhaltenstherapeutisch orientierter Verfahren (Entspannungstraining, positive Verstärkung, massierte Übungen und Reaktionsumkehr) gut zugänglich ist und je nach Symptomatik einer zusätzlichen medikamentösen Behandlung bedarf.

Eine Tic-Störung kann bei dem betroffenen Kind und seiner Familie zu einer erheblichen psychischen Belastung führen. In Ausnahmefällen kann dann auch eine zeitlich begrenzte Aufnahme des Kindes auf eine unserer kinder- und jugendpsychiatrischen Sationen begründet sein.

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