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Häufig liegt dem schulvermeidenden Verhalten eine Trennungsangst zugrunde, in seltenen Fällen Angst vor Lehrern, Prüfungssituationen und anderen Mitschülern. Manchmal ist den Kindern die Angst deutlich anzumerken oder die Schulvermeidung verbirgt sich hinter körperlichen Beschwerden, wie Bauchschmerzen, Übelkeit und Kopfschmerzen, usw.

Versuchen die Eltern ihr Kind zum Schulbesuch zu bewegen, kann dies meist mit Weinen, Wutreaktionen und körperlichem Widerstand reagieren. Erstes Behandlungsziel ist die Rückführung in die Schule, mit den Techniken des Angst-Meidungs-Managements, des Angst-Panik-Managements, der stufenweisen Bewältigung und dem Selbstmanagement.

Neben der Rückführung liegt ein weiterer Schwerpunkt in der therapeutischen Bearbeitung von vorhanden psychischen und familiären Schwierigkeiten, der Förderung der sozialen Kompetenzen und Erhöhung der emotionalen Belastbarkeit. In schweren und langanhaltenden Fällen der Schulvermeidung kann eine stationäre Behandlung erforderlich sein, mit Behandlung der Angst, des Vermeidungsverhaltens und der sich daraus ergebenden Funktionsbeeinträchtigungen.