05.12

„Heute ist ein besonderer Tag, und zu einem besonderen Tag lädt man Gäste ein“, begrüßte Anne Goecke, Schulleiterin der Grundschule am Schölerberg, die versammelten Kinder in der Aula.

Die Gäste waren Wilfried Siemering, Verwaltungsdirektor des Kinderhospitals, und Dr. Burkhard Rodeck, Ärztlicher Direktor des Christlichen Kinderhospitals Osnabrück, denen die Schüler gemeinsam eine Spende überreichten.Im vergangenen Sommer hatten die rund 160 Schüler der Grundschule am Laufabzeichenwettbewerb des Niedersächsischen Leichtathletikverbandes teilgenommen. „Daraus haben wir ein Event gemacht und das Abzeichen mit einem Sponsorenlauf verbunden“, erklärte Goecke. Die Schüler suchten sich bei Eltern, Großeltern und Freunden Sponsoren, die für jeweils fünf Minuten Laufzeit einen bestimmten Betrag zahlten. „Fast alle Schüler haben die 60 Minuten Höchstlaufzeit durchgehalten“, sagte Goecke stolz, sodass die Schule in der Gesamttabelle auf dem vierten Platz landete.

Die Schüler hatten auch schon früher auf aktuelle Ereignisse reagiert und zum Beispiel vor zwei Jahren einen Teil des Erlöses an Hilfsorganisationen für Haiti nach dem Erdbeben gespendet. Generell werde, auch aufgrund der geografischen Nähe, regelmäßig das Kinderhospital mit dem Geld unterstützt, sagte Goecke.

Siemering zeigte sich begeistert über das Ergebnis von 1500 Euro: „Wir freuen uns, dass ihr einen Sponsorenlauf gemacht und an uns gedacht habt!“ Er berichtete den Kindern von den Veränderungen im vergangenen Jahr: Anstelle eines Krankenhauses gebe es nun zwei – jenes Kinderhospital am Schölerberg, welches sich vor allem um die Seele von Kindern kümmere, die in ihrem Leben nicht mehr richtig Spaß haben und oft traurig sind, und das Christliche Kinderhospital an der Johanniskirche, wo all jene Kinder behandelt werden, die vielleicht gestürzt sind oder sehr große Bauchschmerzen haben.

Viele der Grundschüler haben selbst Erfahrung mit dem Kinderhospital gemacht und berichteten von ihren Blessuren und der guten Behandlung. Rodeck machte die Kinder darauf aufmerksam, dass es in vielen Teilen der Welt keine Kliniken gibt oder diese durch Kriege zerstört wurden: „Dort gibt es keinen, der helfen kann – diesen Kindern müssen wir dann helfen. Nur leider geht das nicht umsonst.“ Das Geld vom Sponsorenlauf werde gespart, um damit die Behandlungskosten für die Kinder zu zahlen, die nach Osnabrück geflogen werden, um hier wieder gesund zu werden, erklärte Rodeck.

Pro Jahr könnten mit der Finanzierung durch den Freibettenfonds fünf bis zehn Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten behandelt werden.

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