Hilfe für besonders schutz-bedürftige Kinder und Jugendliche

Im Kinderhospital Osnabrück am Schölerberg ist eine erweiterte Station für besonders schutzbedürftige Kinder und Jugendliche in Betrieb genommen worden. Sie wurde nach modernsten Standards eingerichtet.

Insgesamt seien rund 1,6 Millionen Euro investiert worden erläuterte der Vorsitzende des Kinderhospitalvereins, Hans Christian Sanders. Rund 1,2 Millionen Euro davon habe das Land Niedersachsen übernommen, für das Staatssekretär Heiner Pott an der Einweihungsfeier teilnahm.

Chefarzt Dr. Gerd Patjens sagte, dass besonders schutzbedürftige Kinder und Jugendliche nun auf einer nach modernsten Standards eingerichteten Station behandelt werden könnten. Das Kinderhospital Osnabrück versorge mit dem neuen Angebot die Regionen Osnabrück und Diepholz.

Behandelt werden laut Dr. Patjens Erkrankte mit Fremd- oder Selbstgefährdung. Krankheitsbilder seien unter anderem Persönlichkeitsstörungen, Selbstmordgefährdung, agressive Verhaltensweisen, Depressionen und Störungen des Sozialverhaltens. Die neue Station sei auch deshalb wichtig, weil die Zahl der Notaufnahmen in diesem Bereich gestiegen sei.

Bis zu zwölf Patienten können auf der modernisierten Station aufgenommen werden. Sie umfasst auch einen Intensivbereich mit vier Behandlungsplätzen. Außerdem gibt es einen geschützten Außenbereich und eine moderne Turnhalle, sodass sich die Patienten umfassend bewegen können. Viele technische Neuerungen erleichtern den Mitarbeitern die Arbeit.

Verwaltungsdirektor Wilfried Siemering gab einen Ausblick auf weitere Umbaumaßnahmen. Dazu zählten in den kommenden fünf Jahren die Einrichtung einer Institutsambulanz sowie von zwei weiteren Stationen und eines Sozialpädiatrischen Zentrums. Alles werde im laufenden Betrieb gebaut. Siemering rechnet mit Investitionen von 12,6 Millionen Euro, davon sollen bis zu neun Millionen Euro vom Land übernommen werden.

 

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