Lernblockaden entstehen nicht bei jedem und entwickeln sich nicht von heute auf morgen, sondern sind Produkt eines mehrstufigen Entwicklungsprozesses. In der Regel werden sie zum Problem, wenn sie sich verfestigt und verselbständigt haben. Sie sind an bestimmte Formen von Lernen und die daran gekoppelten Erfahrungen gebunden und sind seelischer Spiegel von Leistungs- und Erfolgsdruck. Sie sind als Stress-Phänomene Teil des komplexen Geschehens von Lernstörungen und betreffen damit zunehmend mehr Schüler.

Millionen von Kindern leiden unter der Schule, vor allem die 25 % aller Schüler, die versagen. Trotz aller Bemühungen vieler Lehrer produziert Schule zunehmend mehr Versager, Verhaltensstörungen und psychosomatische Reaktionsmuster. Trotz aller mahnenden Stimmen hat die Schule bis heute noch kaum schlüssige Konzepte entwickelt, Lernstörungen wirksam zu begegnen. Im Gegenteil, sie produziert Lernblockaden am laufenden Band. Entsprechend groß ist der Druck, den Eltern angesichts der Bedeutung von Schulerfolg für die Lebensqualität und für eine befriedigende Eingliederung in Gesellschaft und Beruf bekommen und leider auch weitergeben. So heißt es dann allzu oft nur „Üben! Üben! Üben!". Hier ist Aufklärung geboten, um gemeinsam mit den Eltern einen unheilvollen Weg zu verhindern. Lernstörungen entwickeln sich langsam; es gilt, ihre Vorzeichen richtig zu deuten und frühzeitig geeignete Hilfen einzuleiten.

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