Die folgenden Faustregeln für Eltern können eine erste Orientierung geben:

  1. Die Lernblockierung ernst nehmen und näher beleuchten.
  2. Ängste nicht bagatellisieren oder dramatisieren, sondern als Signal ernst nehmen.
  3. „Schulbauchweh" als Symptom verstehen lernen.
  4. Die Entwicklung von Kindern mit Risikofaktoren (Verzögerungen in der motorischen, Sprach- oder Wahrnehmungsentwicklung) besonders aufmerksam verfolgen.
  5. Auch hinter einem „Ich will nicht!" nach einem „Ich kann nicht!" suchen.
  6. Sich die eigenen oft verborgenen Leistungserwartungen an die Kinder bewusst machen und (selbst-) kritisch beleuchten.
  7. Den persönlichen Kontakt zu den Lehrern suchen, auch wenn es manchmal schwer fallen mag.
  8. Schulinterne Handlungsmöglichkeiten ausschöpfen (Lehrer / Eltern / Beratungslehrer / ...).
  9. Rechtzeitig qualifizierte außerschulische Hilfe und Beratung aufsuchen.

Bei anhaltenden Problemen ist auf jeden Fall eine differenzierte Diagnostik zu empfehlen. Leider ist der Kenntnisstand vieler Lehrer über Teilleistungs- und Aufmerksamkeitsstörungen bis heute oft nicht hinreichend, so dass außerschulischer Beratung eine wichtige Bedeutung zukommt. So kann in Einzelfällen integrative Lerntherapie erforderlich werden. Sie hat das Ziel, Beeinträchtigungen in der Lernentwicklung möglichst früh zu erkennen und zu beheben, die Auswirkungen von Lernblockaden für die seelische Gesundheit zu verhüten, die Folgen bereits eingetretener Lernbeeinträchtigungen zu verringern oder zu beheben. Differenzierte Diagnostik, Beratung der Bezugspersonen und integrative Therapie sind nicht voneinander zu trennen, sondern bedingen sich wechselseitig.

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