Drucken

Im Auftrag des Christlichen Kinderhospitals Osnabrück führt das SPZ Nachsorgeuntersuchungen aller Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 1500 g durch, die in Osnabrück geboren wurden. Jene, die vor dem Ende der 28. Schwangerschaftswoche zur Welt kamen, werden im Rahmen des Niedersächsischen Frühgeborenen-Nachsorgeprojekts nach einem vorgegebenen Protokoll im korrigierten Alter (bezogen auf den rechnerischen Geburtstermin) von 6 Monaten und 2 Jahren sowie mit 5 und 10 Jahren untersucht.

Für die betroffenen Frühgeborenen, die nach der 28. Schwangerschaftswoche geboren wurden, bieten wir Nachsorgen zu den gleichen Zeitpunkten an. Die Untersuchungen dienen der frühen Erkennung und Behandlung von Bewegungsstörungen, Entwicklungsstörungen oder später Verhaltens- oder Schulleistungsschwierigkeiten, für deren Entwicklung bei sehr unreifen Frühgeborenen ein erhöhtes Risiko besteht. Der erste Termin wird in der Regel bereits vor der Entlassung des Kindes aus der Betreuung des Christlichen Kinderhospitals durch die Kollegen dort vereinbart, zu den Folgeterminen lädt das SPZ die Eltern ein.

Natürlich können auch andernorts geborene Frühgeborene oder solche, die die ersten Untersuchungen nicht oder an anderer Stelle erhalten haben, bei uns angemeldet werden. Wir benötigen jeweils auch eine Überweisung durch den Kinderarzt und bitten darum, zum Termin vorhandene medizinische Unterlagen (Arztbriefe, gelbes Vorsorgeuntersuchungsheft u. a.) mitzubringen. Finden sich in unseren Untersuchungen Hinweise auf Entwicklungsverzögerungen, neurologische Störungen oder sonstige Auffälligkeiten, so können wir unsere Diagnostik jeweils erweitern, zusätzliche Termine anbieten und gezielte, auf das Kind abgestimmte Förderungs- und Therapiemöglichkeiten vorschlagen bzw. in Absprache mit den Eltern und evtl. anderen Institutionen erarbeiten. Somit wollen wir einen Beitrag dazu leisten, um frühgeborenen Kindern auch im Verlauf beste Bedingungen für einen guten Start ins Leben zu erhalten oder zu schaffen.

 

Untersuchung