Eine Epilepsie im Kindes- und Jugendalter kann mit Einschränkungen in der Entwicklung, emotionalen- und Verhaltensproblemen, sozialer Ausgrenzung und nicht zuletzt einer ganz veränderten familiären Situation einhergehen.

In der Epilepsie-Sprechstunde setzt sich das Team aus Psychologie (Herr Mühlenstrodt) und Kinderneurologie (Frau Dr. Bajaj) mit den vielfältigen Anliegen von Kindern und Jugendlichen mit Epilepsie auseinander.

Die betroffenen Kinder und ihre Familien können zunächst ausführlich erzählen und vorherige Berichte werden gesichtet. Es findet eine kinderneurologische Untersuchung und ein Wach-EEG statt, bei Bedarf kann auch ein Schlaf-EEG vereinbart werden. Weitere Diagnostik kann veranlasst und eine (medikamentöse) Therapie begleitet werden.
Zudem kann eine (neuro-)psychologische Diagnostik zu Funktionen wie den Gedächtnisleistungen, Schulleistungen oder dem kognitiven Entwicklungsniveau aber auch zur emotionalen Situation des Kindes erfolgen. Dabei sollen alle Faktoren, die hierauf Einfluss haben wie z.B. psychische Faktoren, Medikation, die Form der Epilepsie usw. berücksichtigt werden. Weiter kann den Kindern auch Wissen rund um das Thema Epilepsie vermittelt werden um einen selbstbewussten Umgang zu fördern. Auch die Eltern können zu Themen wie etwa einer entstandenen „Sonderrolle“ des Kindes unterstützt werden.

Aus unserem SPZ können auch weitere Berufsgruppen wie z.B. Logopäden, Ergotherapeuten und vor allem unser Sozialdienst hinzugezogen werden. Gemeinsam kann nach weiteren Hilfsmöglichkeiten geschaut werden. Bei Bedarf tauschen wir uns gern mit Lehrern oder Erziehern aus.

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